Logo der Universität Wien

bioKiP: Kids Participation in Educational Research.

Forschendes Lernen in biowissenschaftlichen Projekten - ein fachdidaktisches Forschungs- und Entwicklungsprojekt.

Laufzeit: 2008 - 2010. Gefördert vom BMWF im Programm "Sparkling Science"

KiP-HOMEPROJEKTSKIZZEFORSCHUNGAKTIVITÄTENTEAMPUBLIKATIONENSERVICE


AKTIVITÄTEN DER Bio-KiPs

  

NEURO-KiPPALY-KiPNAT-KiPSEA-KiPEVO-KiP

NEURO-KiP

Dept. für Neurobiologie und Kognitionsforschung Axel Schmid

BRG 6 Bettina Girschick, Ingrid Salner-Gridling, 7.Klasse

BG/BRG Gmünd Elisabeth Nowak, 6.Klasse - Wahlpflichtfachgruppe

Das Thema der gemeinsamen Arbeit zwischen SchülerInnen des BRG 6 und ao. Univ.-Prof. Dipl.-Biol. Dr. Axel Schmid ist die Untersuchung des visuellen Systems von Spinnen am Beispiel von Cupiennius salei. Im Herbst führte der Diplomand Marc Müller SchülerInnen des BRG 6 in das aktuelle Experiment seiner Diplomarbeit ein, an dem die SchülerInnen partizipierten und das sie mit ihm diskutierten. Im Rahmen einer fachdidaktischen Gruppendiskussion wurde mit den SchülerInnen der Frage „Was sehen SchülerInnen als wesentliche Elemente der Lernumgebung NEURO-KiP?“ nachgegangen. Im BRG Gmünd entwickeln SchülerInnen eigene Projekte anhand von Fragen aus ihrem Alltagsinteresse. Mittels Video werden die jeweiligen Projekte und die dabei entstehenden Diskussionen dokumentiert. Mit Marc Müller als Vertreter des Dept. für Neurobiologie und Kognitionsforschung stehen die SchülerInnen im Diskurs über Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Alltagsfragen und Fragen der wissenschaftlichen Community. Sie werden einen wissenschaftlichen Dokumentarfilm über das Dept. für Neurobiologie und Kognitionsforschung drehen.

Aus der Forschungswerkstatt März 2010 (zum Download Link mit rechter Maustaste anklicken und 'Ziel speichern unter' auswählen): EVO-KiP Wr. Neustadt über NEURO-KiP BRG6


PALY-KiP

Dept. für Palynologie und strukturelle Botanik Martina Weber

BRG18 Ilse Wenzl, 8.Klasse

Akademisches Gymnasium 1 Heidemarie Amon, 6.Klasse

SchülerInnen forschen mit ao. Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Martina Weber in ihrem Spezialgebiet Forensische Palynologie, der Aufklärung von Kriminalfällen mittels vergleichender Pollenanalysen. Bei einem Vortrag an der Universität führte die Bio-Wissenschaftlerin die beiden Klassen in die Thematik ein. An der Schule stellten SchülerInnen Dauerpräparate von Pollenproben her und übten mit diesen Präparaten das Bestimmen der häufigsten Pollenarten mit Hilfe des Lichtmikroskops. Das Akademische Gymnasium widmete sich dem Vergleich der Pollenmuster des Kellers bzw. Dachbodens der ca. 150 Jahre alten Schule mit den Pollenmustern der Schulumgebung um herauszufinden, ob es in der Schule Pollen von Pflanzen gibt, die jetzt nicht mehr rund um das Gymnasium zu finden sind. Die SchülerInnen des BRG 18 bearbeiteten einen simulierten Kriminalfall, indem sie das Pollenspektrum einer im Schulhof abgelegten Perücke mit zwei verschiedenen anderen Pollenspektren verglichen. Stimmen die Pollenmuster überein, befand sich der Täter (die Perücke) am Tatort. An beiden Schulen wurden mehrere Pollenproben genommen, die einzelne SchülerInnen der beiden Klassen an der Universität aufbereiteten. Die vor dem Sommer gesammelten Pollenproben wurde von den SchülerInnen mit Unterstützung der Wissenschaftlerin aufbereitet und ausgezählt. Die Wissenschaftlerin stellte den SchülerInnen ein Programm zur Verfügung, in das die SchülerInnen die Auszählergebnisse eingeben können und mit dem die Ergebnisse ausgewertet werden. Die SchülerInnen stehen kurz vor der Beantwortung ihrer Forschungsfragen... Die erhobenen Pollenproben fließen in die palynologische Datenbank Paldat ein.

PALY-KiP geht auch in die Öffentlichkeit: Bei „Rund um die Burg“ im September 2009 präsentierten Mag.a Wenzl und SchülerInnen PALY-KiP. Das Projekt wurde auch auf der Jahrestagung der Unesco-Schulen, 4. - 6.11.2009, in Graz vorgestellt.

Poster PALY-KiP

Aus der Forschungswerkstatt März 2010:(zum Download Link mit der rechten Maustaste anklicken und 'Ziel speichern unter' auswählen)


NAT-KiP

Dept. für Naturschutzbiologie, Vegetations- und Landschaftsökologie Kathrin Pascher

GRG 22 Michel Fleck, 7.Klasse Wahlpflichtfachgruppe

Hauptschule Mautern Margarete Siedler, 4.Klasse

Das Themengebiet der Wissenschaftlerin Mag.a Dr.in Kathrin Pascher ist die Untersuchung von Risiken bei der Aussetzung gentechnisch veränderter Organismen auf die Kulturlandschaft. Dabei steht die Dokumentation der Vielfalt von Flora und Fauna im Mittelpunkt ihrer Forschungstätigkeit, um im Falle der Auspflanzung gentechnisch veränderter Organismen Vergleichsdaten für Veränderungen zu haben. Beide Klassen absolvierten nach einer Einführung zu den Themen Risiko, genveränderte Organismen und Biodiversität mit der Wissenschaftlerin einen Freilandtag, an dem verschiedene landschaftsökologische Erhebungsmethoden vorgestellt und ausprobiert wurden. Aufgrund der Nähe zur Wachau konzentrierte sich die Hauptschule Mautern auf das Thema „gentechnisch veränderte Marillen“ und der damit zusammenhängenden Biodiversität von Marillengärten. Die beim Freilandtag im Sommer 2009 gesammelten Pflanzen- und Tierarten wurden ausgewertet. Neben der ökologischen Fragestellung beschäftigen sich die SchülerInnen auch mit den Einstellungen und Perspektiven der Bevölkerung zur Marille. Sie erstellten einen Fragebogen, den 100 Personen ausfüllten: „Welche Rolle spielt die Marille in unserem/Ihrem Leben?“ Das GRG 22 machte Untersuchungen zur Vielfalt der Feldrand- und Ackerbeikrautfluren und schloss seine Arbeit mit einem Bericht ab. Mit beiden Klassen wurden mögliche Auswirkungen gentechnisch veränderter Organismen auf die Kulturlandschaft diskutiert.


SEA-KiP

Dept. für Meeresbiologie Monika Bright, Ingrid Kolar

BRG19 Walter Leditzky, 6.Klasse (Modul Naturwissenschaftliches Arbeiten, Gesamtklasse)

BRG19 Klemens Wernisch, 6. Klasse (Modul Naturwissenschaftl. Arbeiten, Gesamtklasse)

Ao. Univ.-Prof.in Dr.in Monika Bright lud die SchülerInnen des BRG 19 in ihr Forschungsgebiet Tiefseemeeresbiologie ein. Höhepunkt der aktuellen Forschungsaktivitäten war die Forschungsreise mit einem U-Boot zum ostpazifischen Rücken (EPR: east pacific rise, 9° N) von 16.-28.12. 2009. Die SchülerInnen des BRG 19 hatten die Möglichkeit gemeinsam mit der Wissenschaftlerin eigene Forschungsfragen und –designs zu entwickeln und die Wissenschaftlerin mit einem Forschungsauftrag für diese Reise auszustatten. Die Forschungsgruppe SEA-KiP traf sich etwa alle 2-3 Wochen an der Uni Wien, um gemeinsam forschungsrelevante Fragen aus dem Bereich der Tiefseeforschung zu entwickeln. Zwischen den Treffen recherchierten die SchülerInnen auch in der Schule, um sich weiteres Wissen, das sie für ihre Fragestellungen brauchten, anzueignen. Für ihre Forschungsfrage (Verhaltensbeobachtung von Schlotkrabben – Bythograea thermidron) werteten SchülerInnen Videosequenzen, die von einem U-Boot aufgenommen wurden, nach Bewegungsaktivitäten der Schlotkrabben aus. Die Krabben befanden sich in zwei unterschiedlichen Habitaten: einmal auf Basalt, einmal auf Röhrenwürmern. Die Auswertung ergab, dass sich die Schlotkrabben auf Röhrenwürmern mehr bewegten als auf Basalt. Das Beforschen des Verhaltens speziell dieser Tiere stellt eine wissenschaftliche Innovation dar. Ihre Ergebnisse hielten die SchülerInnen mit Unterstützung der Wissenschaftlerin auf einem wissenschaftlichen Poster fest.

Poster SEA-KiP

Logbuch der Wissenschaftlerin während der Forschungsreise

Aus der Forschungswerkstatt März 2010:(zum Download Link mit rechter Maustaste anklicken und 'Ziel speichern unter' auswählen)


EVO-KiP

Dept. für Evolutionsbiologie Johannes Spaethe

HLA Wr. Neustadt Elisabeth Inschlag, 4.Klasse (HLA)

GRG 22 Johanna Hofmann, 2.Klasse

Die SchülerInnen arbeiteten mit Dipl.-Biol. Dr. Johannes Spaethe zur Frage: Woran orientiert sich Osmia cornuta (Gehörnte Mauerbiene) beim Auffinden ihres Nestes? An der HLA Wr. Neustadt wurden die von den SchülerInnen erstellten Beobachtungsprotokolle mit Unterstützung des Wissenschaftlers von den SchülerInnen ausgewertet und die Versuchsergebnisse interpretiert. Die Untersuchung ergab, dass sich Mauerbienen zuerst an der Position des Nestes orientieren, jedoch im Falle einer Positionsänderung ein dort „falsches“ Nest in den meisten Fällen erkennen und nach einer kurzen Orientierungsphase ihr „richtiges“ Nest, vermutlich nach dem Geruch, wiederfinden. Am GRG 22 beobachteten die SchülerInnen im Herbst 2009 die Diversität von Insekten. Ihre Fragen richteten sich nach der Vielfalt der blütenbesuchenden Insektenarten und der jeweiligen Aufenthaltsdauer auf der Blüte.

Die HLA Wr. Neustadt stieg mit dem Projekt EVO-KiP beim Wettbewerb Science on Stage am 26. Februar 2010 in die 2. Runde auf und hat sich damit die nächste Runde 2011 in Kopenhagen qualifiziert!

Poster EVO-KiP

Aus der Forschungswerkstatt März 2010:(zum Download Link mit rechter Maustaste anklicke und 'Ziel speichern unter' auswählen)

NEURO-KiP BRG6 über EVO-KiP Wr. Neustadt

Ein Schüler von Paly-KiP im Gespräch mit Minister Hahn.
Universität Wien
Porzellangasse 4/2/2
A-1090 Wien
Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0